Schüler & Jugendtreff ab 13:00 Uhr
Im Dietrich Bonhoeffer Haus Trierer Straße 37, 66822 Lebach weiterlesen
Drei Kandidaten stellen sich zur Wahl für die Spitze des evangelischen Kirchenkreises An der Saar. Als Superintendent und damit geistlicher Leiter bewerben sich die Pfarrer Markus Karsch, Dr. Florian Schmitz-Kahmen und Udo Nilius. Die Entscheidung, wer in den kommenden acht Jahren dem Kirchenkreis vorstehen wird, fällt auf der Kreissynode am 23. und 24. Oktober in der Saarbrücker Congresshalle.
Drei Kandidaten – drei Profile
Markus Karsch (57) wirkte von 2003 bis 2017 als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel, ehe er zum Superintendenten des Kirchenkreises Saar-Ost gewählt wurde. Dieses Amt hatte er bis zur Auflösung des Kirchenkreises durch die Fusion mit Saar-West zum Kirchenkreis An der Saar inne. Er ist außerdem Multiplikator für Schulungen zur Prävention vor sexualisierter Gewalt und Mitglied des Rechtsausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Karsch ist mit einer Pfarrerin verheiratet, hat einen Sohn und lebt in St. Wendel.
Dr. Florian Schmitz-Kahmen unterrichtet derzeit an zwei weiterführenden Schulen in Saarbrücken und ist für die Schulseelsorge zuständig. Davor wirkte er bis 2018 als Gemeindepfarrer im Hunsrück und brachte sich in die Arbeit des Kirchenkreises Simmern-Trarbach ein, u.a. als Jugendpfarrer und in der Perspektivenkommission, sowie in mehreren landeskirchlichen Ausschüssen. Der 58-jährige promovierte über das Verhältnis von Menschen und Tieren im Alten Testament. Er lebt in Saarbrücken und hat zwei erwachsene Töchter.
Ebenfalls im Schuldienst wirkt Udo Nilius (64), der seit 1998 als Schulpfarrer am Kaufmännischen Berufsbildungszentrum Neunkirchen tätig ist. Von 2009 bis heute ist er Organisator der GoSpecial-Gottesdienste im Saarland nach dem Vorbild der Gottesdienste in der Willow Creek Community Church bei Chicago. Nilius wohnt in Riegelsberg, ist verheiratet und hat einen Sohn.
Erstmals auch stellvertretende Leitung im Hauptamt: eine Kandidatin
Mit der Fusion der vormaligen Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West zu Beginn des Jahres ist die Neuwahl der Leitungsebene notwendig geworden. Dabei bestehen zwei wesentliche Unterschiede im Vergleich zu früheren Wahlen.
Erstmals wird auch die Stellvertretung des Superintendenten (Assessor bzw. Assessorin) als hauptamtliches Wahlamt besetzt. Für diese Position stellt sich mit Pfarrerin Juliane Opiolla (Bous) eine Kandidatin zur Wahl. Von 2020 bis zu dessen Auflösung war sie Assessorin im Kirchenkreis Saar-West, neben einem Gemeindepfarramt in der Kirchengemeinde Schwalbach, das sie bereits seit 2011 innehatte. Die 52-jährige ist außerdem ausgebildete Geistliche Begleiterin und Kontemplationsbegleiterin. Sie ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.
Wahlen zum Kreissynodalvorstand und zur Landessynode
Aufgrund der Fusion neu gewählt werden müssen außerdem alle Positionen im Kreissynodalvorstand, dem Leitungsgremium des Kirchenkreises, das sich traditionell aus Pfarrpersonen und nicht-theologischen Mitgliedern zusammensetzt. Daneben bestimmen die Synodalen aus den 24 Kirchengemeinden u.a. darüber, wer den Kirchenkreis An der Saar für den Rest der Legislaturperiode bis 2028 auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland vertritt.
Der Kirchenkreis An der Saar ist zum 1. Januar 2026 aus dem Zusammenschluss der bisherigen Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West entstanden. Er umfasst weite Teile des Saarlands mit Ausnahme des Saarpfalz-Kreises, des Ostertals sowie einzelner Gemeinden im nördlichen Landkreis St. Wendel. Mit derzeit ca. 110.000 Gemeindegliedern in 24 Kirchengemeinden (davon fünf Gesamtkirchengemeinden) ist er der drittgrößte Kirchenkreis in der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Sitz der Superintendentur ist Saarbrücken. Bis zur Wahl des künftigen hauptamtlichen Superintendenten Ende Oktober 2026 wird der Kirchenkreis von einem Bevollmächtigtenausschuss unter dem Vorsitz von Pfarrer Christian Weyer geleitet.