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Mit Kollekten und Spenden in Höhe von über 10.000 Euro unterstützen der evangelische Kirchenkreis An der Saar und seine Kirchengemeinden die Menschen in der Demokratischen Republik (DR) Kongo in ihrem Kampf gegen die Ebola-Seuche. Seit 40 Jahren unterhält die Evangelische Kirche im Saarland eine Partnerschaft mit dem baptistischen Kirchenkreis Goma in Nord-Kivu, einer Region der DR Kongo, die mit am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffen ist.
Am Pfingstwochenende haben die evangelischen Kirchengemeinden im Saarland ihre Kollekten zugunsten eines Ebola-Hilfsprojekts der Diakonie Katastrophenhilfe umgewidmet und darüber hinaus in den vergangenen Wochen Spenden gesammelt. Auf diesem Wege kamen bisher 5.523 Euro zusammen, zusätzlich hat der Kirchenkreis 5.000 Euro aus eigenen Mitteln beigesteuert. Insgesamt konnten damit 10.523 Euro über die Diakonie an lokale Partnerorganisationen in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu weitergegeben werden.
Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt Material zur Verfügung, um Gesundheitspersonal vor Ansteckung bei der Behandlung der Kranken zu schützen. Dazu gehören insbesondere Pakete mit spezieller Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Darüber hinaus stehen bei der Arbeit der Partnerorganisationen verschiedene Präventionsmaßnahmen im Vordergrund, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu unterbinden, beispielsweise durch die Einrichtung von Hygienestationen und einer sicheren Wasserversorgung sowie durch umfassende Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung über individuelle Schutzmaßnahmen. Parallel verstärken die Partner die psychosoziale Begleitung. Sie sprechen mit den Menschen über die Angst vor einer Ansteckung oder helfen nach dem Verlust von Angehörigen.
Weitere Spenden zugunsten des kirchlichen Hilfsprojekts sind jederzeit direkt bei der Diakonie Katastrophenhilfe möglich: IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, Verwendungszweck: Nothilfe DR Kongo.
Info:
Seit Mai 2026 gibt es einen neuen Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, den die Weltgesundheitsorganisation WHO als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite einstuft. Nach Angaben der lokalen Behörden sind inzwischen über 1.700 Menschen erkrankt und 600 gestorben (Stand: 10.07.2026). Die Lage verschärft sich weiter, da es immer noch keinen passenden Impfstoff gibt und das Gesundheitssystem im Kongo überlastet ist. Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde sei die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche sprunghaft um 25 Prozent gestiegen.